Spielturm planen

Konfigurator Planen Sie jetzt den Spielturm
nach Maß für Ihre Kleinen

& passen ihn individuell an das
Spielverhalten Ihrer Kinder an!


Spielturm & Schaukel befestigen

0 Artikel
0,00 €

Wie Sie Spielturm und Schaukel am Boden befestigen

Wir werden oft gefragt: Muss ich meinen Spielturm oder meine Schaukel im Boden befestigen?

Klare Antwort - Ja! Auch wenn zunächst der Eindruck entsteht, das Spielgerät sei auch ohne Befestigung stabil und könne nicht umkippen: Um die Sicherheit Ihrer Kinder zu gewährleisten sollten Sie Ihr Spielgerät im Boden verankern. Egal ob Spielturm, Schaukel, Stelzenhaus oder Trampolin, durch die Verankerung schützen Sie das Spielgerät vor dem Umfallen. Bedenken Sie auch, dass Ihr Kind vielleicht mal mit ein paar Freunden auf dem Spielturm spielt, was zu einer ungleich höheren Belastung führen kann. Auch starker Wind kann enorme Kräfte aufbringen und jedes noch so schwere und stabile Schaukelgestell zum Umkippen bringen.

Dabei ist das Befestigen von Spielturm und Schaukel nicht so aufwändig wie häufig angenommen: Eindrehbare Bodenanker und Bodenhülsen zum Einschlagen in den Boden bieten oft ausreichende Stabilität bei überschaubarem Aufwand. Und falls das Spielgerät doch einbetoniert werden muss: fertige Betonmischungen lassen sich auch ohne Mischer schnell, einfach und günstig verarbeiten.

Um Schwierigkeiten beim Verankern zu vermeiden, sollte auf die richtige Reihenfolge geachtet werden. Zunächst wird das Basismodul des Spielturms ohne Anbaumodule zusammengesetzt beziehungsweise bei einer Schaukel das Gestell verschraubt. Dann werden der Standplatz des Spielgerätes bestimmt und, bei Bedarf, passende Erdlöcher ausgehoben. Nun können Sie die Anker in den Boden einschlagen bzw. provisorisch einsetzen und anschließend das Spielgerät platzieren und korrekt ausrichten. Sofern nötig, können die Träger jetzt einbetoniert werden. In gleicher Reihenfolge können nun Anbauschaukel, Rampen und weitere Anbaumodule ausgerichtet und fixiert werden.

Im Folgenden nennen wir Ihnen eine Auswahl der am weitesten verbreiteten Bodenanker und Pfostenträger für den privaten Bereich. Darüber hinaus gibt es noch weitere Befestigungsmöglichkeiten und Abwandlungen der genannten Bodenverankerungen, beispielsweise für den öffentlichen Bereich.

Sollten Sie Fragen, Erfahrungsberichte oder gar Probleme beim Befestigen haben, setzen Sie sich mit unserem Kundenservice in Verbindung. Auch für Anregungen zu diesem Ratgeber sind wir dankbar!

Spielturm und Schaukel verankern ohne Beton

Oft lässt sich ein Spielgerät ohne Einsatz von Beton und trotzdem stabil und sicher im Boden befestigen. Besonders in sandigen Böden funktionieren folgenden Varianten meistens ausreichend gut.

Bodenanker eindrehbar

Die Befestigung mittels Bodenanker, oft auch als Erdanker, Grundanker oder Befestigungsanker bezeichnet, ist eine der einfachsten Methoden ein Spielgerät im Boden zu verankern. Bodenanker zum Eindrehen gibt es in verschiedenen Größen, Formen und Materialien. Für Spielgeräte werden oft 500-600mm lange und etwa 10mm starke Bodenanker aus verzinktem und damit rostfreiem Stahl verwendet. Durch eine verschweißte, runde Schneidscheibe lässt sich der Bodenanker in die Erde eindrehen. Nach dem Eindrehen in das Erdreich lässt sich eine Seite des Spielgerät-Pfosten mittels Schraubverbindung am Anker fixieren. Der Anker kann an der Innenseite des Pfostens platziert werden und ist dadurch von außen nicht sichtbar.

Der Schwierigkeitsgrad des Eindrehens hängt stark von der Beschaffenheit des Bodens ab. In den meisten Fällen lässt sich unsere Bodenanker einfach mit Hilfe eines Schraubendrehers in den Boden eindrehen. Einige Kunden haben jedoch berichtet, dass Sie zum Eindrehen eine größere Verlängerung (zum Beispiel eine Schraubzwinge) verwendet haben, um durch die Hebelwirkung eine größere Kraft aufbringen zu können. Auch das Verbiegen der Schneidscheibe kann das Eindrehen bei problematischeren Böden erleichtern. Rechnen Sie bei extrem festen, steinigen oder stark verwurzeltem Boden mit einem höheren nötigen Kraftaufwand! Sie haben Anker zum Eindrehen bestellt, aber Ihr Boden ist zu locker? Kein Problem: Sie können die Bodenanker bei Bedarf auch einbetonieren und so die Stabilität erhöhen.

Die Stabilität der Verankerung ist ebenfalls abhängig von der Bodenbeschaffenheit. Bei entsprechend guter Beschaffenheit lassen sich kleine und große Spielgeräte, egal ob Trampolin oder großer Spielturm, mit einem eindrehbaren Bodenanker ausreichend gut befestigen – die Stabilität einer einbetonierten und von allen Seiten den Pfosten umschließenden Einschlaghülse wird jedoch nicht erreicht.

Die Bodenanker zum Eindrehen sind sowohl für Rundpfosten als auch für Vierkantpfosten verschiedener Größen geeignet, was sie universell einsetzbar macht. Neben Spieltürmen und (Anbau-) Schaukelgestellen können auch Spielturm-Module und Erweiterungen wie Kletterwände, Rampen und Recks fest mit dem Boden verankert werden.

Da sich die Bodenanker durch Rausdrehen wieder rückstandslos entfernen lassen, sind sie besonders für Mietwohnungen mit Garten oder gepachtete Kleingärten geeignet.

Einschlaghülse

Die Einschlaghülse, gelegentlich auch unter den Bezeichnungen „Bodenhülse“ oder „Einschlagbodenhülse“ zu finden, wird in die Erde eingeschlagen und eignet sich vornehmlich für sandige Böden. Sie setzt sich aus einer 60 bis 90cm langen, massiven Spitze und einer runden oder quadratischen Hülse mit etwa 15cm Pfosteneinlass zusammen. Für die Fixierung von Spielgeräten sind quadratische Einschlaghülsen für Vierkantpfosten mit 7cm oder 9cm Kantenlänge oder für Rundpfosten mit passendem Durchmesser erhältlich. Sobald sich die Spitze der Einschlaghülse in der Erde befindet, kann der Pfosten des Spielgeräts in die Hülse gesteckt und verschraubt werden.

Um die Einschlaghülse in den Boden einzuschlagen, wird zunächst ein kurzes Stück Pfosten in die Hülse gesteckt. Das Holzstück sollte mindestens einige Zentimeter länger als der Pfosteneinstand sein und über die eigentliche Hülse hinausragen. Dann kann mit einem Vorschlaghammer auf das Holzstück eingeschlagen und Spitze der Einschlaghülse so in den Boden getrieben werden. Alternativ kann zum Einschlagen auch ein schwerer Meißelhammer oder Luftdruckhammer mit entsprechendem Aufsatz verwendet werden. Um Schaukelgestelle zu verankern, muss die Einschlaghülse entsprechend des Ständerbalken-zu-Boden-Winkels schräg in den Boden eingeschlagen werden. Soll die Stabilität der Verankerung erhöht werden oder sollte der Boden nicht genug halt bieten, kann man die Einschlaghülse ganz oder zum Teil einbetonieren. Ob das Einbetonieren notwendig ist, hängt neben dem Boden auch von dem zu befestigen Spielgerät ab. Wenden Sie sich im Zweifel an unseren kostenlosen Kundenservice.

Dadurch, dass der Pfosten von allen Seiten durch die Einschlaghülse umschlossen und mit dieser verschraubt ist, entsteht eine sehr stabile Verbindung. Der Einsatz von Einschlaghülsen ist damit besonders für das Befestigen größerer Spielgeräte sinnvoll.

In unserem Onlineshop sind 7 x 7 Einschlaghülsen und 9 x 9 Einschlaghülsen für die entsprechenden 7 x 7 und 9 x 9 Vierkantpfosten erhältlich. Sie können diese beispielweise für die Befestigung des Max & Moritz Spielturm Moduls oder eines Stelzenhauses verwenden.

Pfostenträger und Anker einbetonieren

Wer einen sehr festen oder steinigen Boden besitzt und/oder Wert auf ein Maximum an Stabilität und Haltbarkeit legt, sollte Pfostenträger oder Bodenanker mit Beton in der Erde fixieren. Es bedarf dazu keines Betonmischers! Passender Fertigbeton für den Garten- und Landschaftsbau ist im Baumarkt erhältlich, muss nicht angemischt werden und härtet sehr schnell aus. Außer etwas Wasser, am besten aus einer Gießkanne, und der fertigen Betonmischung werden kein Hilfsmittel benötigt.

Beim Einbetonieren ist aus Sicherheitsgründen darauf zu achten, über dem eigentlichen Fundament noch etwa 10 bis 20 cm Platz für Spielsand oder neuen Rasen zu lassen. Dies sorgt für eine deutliche Reduzierung des Verletzungsrisikos im Bereich der Verankerung.

Neben den oben genannten Bodenankern und Einschlaghülsen, die bei Bedarf einbetoniert werden können, gibt es auch Träger, die zwingend einbetoniert werden müssen. Da die gebotene Stabilität einer Einschlaghülse oder eines Bodenankers für ein Spielgerät in der Regel absolut ausreichend ist, sind folgende Pfostenträger und Anker bei uns nur auf Anfrage erhältlich.

H-Pfostenträger

Der H-Pfostenträger bzw. H-Anker gilt als äußerst stabile Möglichkeit, einen Holzpfosten im Boden zu verankern. Er besteht aus einem schweren, etwa 5-6mm starkem Stahlträger in doppel H-Bauweise, ist meistens feuerverzinkt und damit nichtrostend. Der H-Pfostenträger umschließt das Holz von zwei Seiten und bietet in der für 9 x 9 cm Pfosten geeigneten Variante einen besonders langen Pfosteneinstand von etwa 30 cm.

Um den H-Pfostenträger im Erdreich zu verankern, muss zunächst ein Loch mit einem Spaten ausgehoben oder mit einem Erdbohrer gebohrt werden. Anschließend kann der Träger in die Erde gesetzt und mit mehreren Lagen Fertigbeton sicher fixiert werden. Nachdem der Beton ausgehärtet ist, kann der Holzpfosten mit dem Träger verschraubt werden

Durch die extra stabile Form eignet sich der H-Pfostenträger bestens für schwere und hohe Holzkonstruktionen mit hoher Windlast und wird deshalb gerne für die Befestigung von Carports, Stelzenhäuser oder großen Spieltürme verwendet.

Winkelanker

Als Winkelanker bezeichnet man einen im 90° Winkel gebogenen Pfostenträger aus 3-4mm starkem, verzinktem Stahl. In der Regel sind Winkelanker zwischen 50 und 60 cm lang und eigenen sich nur für die Befestigung von Kanthölzern. Sie werden mit Beton in der Erde verankert und stabilisieren den angebrachten Pfosten durch Ihre Winkelform in alle Richtungen. Im Inneren des Winkelankers befindet sich meistens eine Tragplatte, auf die der Pfosten aufgestellt werden kann.

Die Winkelanker werden mit Beton in der Erde befestigt, sodass bereits ein Winkelanker pro Pfosten für eine sehr gute Festigkeit sorgt. Die Winkelanker können an der Innenseite des Spielgerätes montiert werden und bleiben so von außen unsichtbar.

Erdanker / Flachanker

Der flache Erdanker ist simpel aufgebaut: Er besteht nur aus einer circa 40 cm langen und etwa 3 cm breiten Lasche mit einem gespreizten Ende. Der Erdanker wird ungefähr 20 cm tief in den Boden einbetoniert, wobei das gespreizte Ende im Boden steht und für zusätzliche Stabilität sorgt. Je nach benötigter Stabilität können pro Pfosten einer, zwei oder auch vier Erdanker verwendet werden, wobei ein Anker pro Pfosten oft ausreicht. Soll ein Spielturm verankert werden, kann man die Erdanker an der Pfosten-Innenseite befestigen, sodass sie von außen nicht sichtbar sind.

Flache Erdanker sind sowohl für runde als auch für eckige Holzpfosten geeignet. Durch die Große Anzahl an Befestigungs- und Kombinationsmöglichkeiten, können Erdanker für fast alle Spielgeräte verwendet werden. Die Stabilität ist generell hoch, hängt aber auch von der verwendeten Anzahl pro Pfosten ab.

U-Pfostenträger

Der U-Pfostenträger (U-Anker) setzt sich aus einem Stahlträger in U-Form und einem Moniereisen aus Betonstahl zusammen. Die Moniereisen sind in unterschiedlichen Längen erhältlich und werden einbetoniert. Dank ihrer guten Stabilität und der in verschiedenen Längen erhältlichen Moniereisen, sind U-Pfostenträger besonders für unebene oder abschüssige Böden interessant.

zum Spielgeräte Ratgeber