Hohe Sicherheit am Spielturm

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Am Spielturm für Sicherheit sorgen – Tipps für ungetrübtes Spielvergnügen

Ein großer Spielturm ist der Traum vieler Kinder, denn auf ihm können sie herum klettern, sich eine schöne Spielecke einrichten und zum Teil sogar rutschen und schaukeln. Bei einem Spielturm ist Sicherheit jedoch besonders wichtig, damit es beim Spielen nicht zu Unfällen kommt. In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen deshalb einige Ratschläge geben, worauf Sie beim Kauf beziehungsweise beim Eigenbau eines Spielturms achten sollten und wie Sie Ihren Spielturm richtig warten, damit er dauerhaft sicher bleibt.

DIN-Normen und Prüfsiegel bestätigen eine stabile Konstruktion

Für Spieltürme gelten strenge Vorschriften und DIN-Normen die erfüllt werden müssen. In dieser Hinsicht gibt es Unterschiede zwischen Spieltürmen für öffentliche und private Grundstücke. Für den privaten Bereich gilt die DIN EN 71-8, für den öffentlichen Bereich die DIN EN 1176. Letztere ist strenger, denn auf öffentlichen Spielplätzen an Schulen oder in Parks werden die Spielgeräte naturgemäß stärker beansprucht. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, können Sie einen dieser Spieltürme wählen. Für den Garten reicht aber auch ein Modell, dass die DIN EN 71-8 erfüllt und dadurch günstiger ist. Diese DIN-Norm müssen Sie übrigens auch einhalten, wenn Sie Ihren Spielturm komplett selbst bauen. Sonst sind Sie dafür haftbar, wenn Freunde Ihrer Kinder oder Nachbarskinder auf dem Spielturm zu Schaden kommen. Eine weitere Norm, die Sie bei Spieltürmen für den privaten Bereich finden, ist die DIN EN 71-3. In ihr sind Grenzwerte für die Schadstoffbelastung festgelegt. Diese Vorschrift sorgt daher beispielsweise dafür, dass Spielzeuge und Spielgeräte aus Holz nur mit unbedenklichen Holzschutzmitteln gestrichen werden. Die DIN EN 71-3 ist besonders streng, denn Kinder nehmen ihre Spielsachen auch gern mal in den Mund oder nagen daran. Selbst beim Verschlucken darf von den Substanzen daher keine Gefahr ausgehen. Als Naturfreund können Sie beim Kauf eines Spielturms außerdem auf ein FSC-Siegel achten. Es bestätigt, dass sämtliche Holzteile aus nachhaltiger und damit umweltfreundlicher Forstwirtschaft stammen.

Auch der Standort hat einen großen Einfluss auf die Sicherheit

Haben Sie den richtigen Spielturm gefunden, geht es an die Wahl des Standorts. Hierbei sollten Sie die nötigen Sicherheitsabstände berücksichtigen. Kinder können vom Spielturm fallen oder springen aber auch gern mal herunter. Durch ausreichend große Abstände zu Gebäuden, Mauern, Zäunen, Hecken und anderen Pflanzen sorgen Sie dafür, dass sie sich hierbei nicht verletzen. Wie Sie anhand unserer Grafik sehen, reicht rund um den Turm ein Fallschutzbereich von etwa zwei Metern aus. An einer Schaukel sollte er jedoch etwas größer sein. Dort berechnet er sich aus der Länge des Schaukelseils plus zwei Meter. Falls Ihr Kind mal etwas übermütig ist und einfach aus der Schaukel springt, landet es durch diesen Sicherheitsabstand immer noch auf einer freien Fläche. Einen Spielturm dürfen Sie in den meisten Gemeinden auch an der Grundstücksgrenze aufstellen. Um Streitigkeiten mit den Behörden und Nachbarn zu vermeiden, ist es jedoch sinnvoll, kurz beim Bauamt der Gemeinde nachzufragen und das Einverständnis des Nachbarn einzuholen. Bevor Sie Ihren Spielturm schließlich aufbauen, sollten Sie sich jedoch um eine gute Vorbereitung des Untergrunds und die Verankerung kümmern. Bei diesen Arbeiten haben Sie allerdings viele Möglichkeiten, deshalb stellen wir Ihnen für diese Themen separate Ratgeber zur Verfügung.

Veränderungen und eigene Anbauten sind bei einem Spielturm nicht zu empfehlen

Zu einem Spielturm bekommen Sie immer eine Aufbauanleitung, an die Sie sich unbedingt halten sollten, um die nötige Sicherheit zu gewährleisten. Achten Sie zusätzlich darauf, dass nach dem Aufbau keine Teile überstehen. An ihnen können Kinder mit ihrer Kleidung schnell hängenbleiben. Eine erhöhte Verletzungsgefahr besteht außerdem bei rauem und rissigem Holz. Geübte Heimwerker ergänzen einen Spielturm nicht selten durch eigene Anbauten. In dieser Hinsicht ist jedoch Vorsicht geboten, denn sollte es zu einem Unfall kommen, verweigern die Hersteller oft die Haftung. Gleiches gilt, wenn Sie den Spielturm anders aufstellen, als es in der Aufbauanleitung beschrieben ist. Darüber hinaus kann die Nichtbeachtung der Aufbauanleitung einen Einfluss auf die Garantie haben. Es ist daher besser, sich an die Vorgaben des Herstellers zu halten und nur seine Anbauten zu verwenden. Steht der Spielturm schließlich am gewünschten Platz, sollten Sie den Boden noch einmal untersuchen. Vor allem Schrauben und andere Kleinteile fallen bei der Arbeit schnell aus der Hand. Sie stellen ein potentielles Risiko dar und können von Kleinkindern auch leicht verschluckt werden.

Bei regelmäßigen Überprüfungen entdecken Sie Schwachstellen

Holz ist ein natürliches Material, das sich bei hoher Luftfeuchtigkeit ausdehnt und bei trockenem Wetter wieder zusammenzieht. Durch dieses sogenannte Arbeiten des Holzes, aber auch durch den Gebrauch des Spielturms können sich Schrauben und andere Verbindungselemente mit der Zeit lösen. Sie sollten deshalb in regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls nachgezogen werden. Ebenso wichtig ist eine regelmäßige Überprüfung der Verankerung, damit der Turm nicht eines Tages umstürzt. Ein guter Termin für eine gründliche Wartung ist das zeitige Frühjahr, denn dann können Sie auch gleich eventuelle Winterschäden beseitigen und den gesamten Spielturm wieder fit für die nächste Saison machen. Um sich diese Arbeit möglichst leicht zu machen, lagern Sie Schaukeln, Seile und andere Elemente, die sich vom Spielturm abnehmen lassen, im Winter am besten im Keller ein. Ob alle Teile noch eine ausreichende Stabilität aufweisen, können Sie übrigens leicht überprüfen, indem Sie selbst eine Runde rutschen, klettern und schaukeln. Halten sie Ihrem Gewicht stand, besteht in der Regel auch für sehr viel leichtere Kinder keine Gefahr.

Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen machen sich Eltern weniger Sorgen

Als Mutter oder Vater wissen Sie natürlich selbst am besten, wie viel Aufsicht Ihr Kind benötigt. Grundsätzlich haben Sie jedoch eine Aufsichtspflicht, die vor allem in den ersten Tagen nach der Aufstellung eines Spielturms wichtig ist. Bevor Ihr Kind seinen Fuß zum ersten Mal auf den Spielturm setzt, sollten Sie es daher auf mögliche Gefahren hinweisen. Achten Sie außerdem auf passende Kleidung, denn vor allem Schals, Schnüre, Schmuck und die Kinnriemen von Fahrradhelmen stellen eine potentielle Gefahrenquelle dar. Einen ebenso großen Einfluss auf die Sicherheit am Spielturm hat das Wetter. Nach einem Regenschauer kann das Holz sehr rutschig sein und im Winter wird der Boden durch Frost extrem hart, sodass Stürze schnell zu Verletzungen führen können. Im Sommer ist es dagegen die Sonne, die vor allem eine Rutsche oder Teile aus Metall extrem aufheizt. Soweit möglich, können Sie einzelne Teile oder auch den gesamten Spielturm abdecken. Falls nicht, muss Ihr Kind sich eventuell noch ein wenig gedulden.

Auch Kinder sollten einige Spielregeln befolgen

Um sich die Beaufsichtigung ein wenig zu erleichtern, dürfen Sie Ihrem Kind ruhig einige Regeln an die Hand geben. So kann es beispielsweise selbst darauf achten, dass die Leiter gerade steht, bevor es sie betritt. Wildes Schaukeln macht zwar vielen Kindern Spaß, sollte aber auch nicht übertrieben werden. Gleiches gilt für Kletteraktionen und Sprünge. Ein Spielturm, der von mehreren Kindern benutzt wird, ist außerdem eine gute Möglichkeit, Rücksicht gegenüber anderen Menschen zu erlernen. Das Festhalten und Stoppen der Schaukel, in der gerade ein anderes Kind sitzt, sollte deshalb tabu sein. Ebenso sollten Sie das Erklettern oder gar Sprünge vom Dach nicht erlauben. Doch auch das Schwingen der leeren Schaukel oder eines Kletterseils kann für andere Kinder gefährlich sein. Sie treffen nicht selten den Kopf eines Kindes und sind in jedem Fall schmerzhaft. Mit einigen Spielregeln, die eingehalten werden müssen, sogar Sie daher dafür, dass alle Kinder und auch Sie an einem Spielturm viel Spaß haben werden.

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